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O-Ringe

Werkstoffe für O-Ringe

Der Einfluss des Mediums, gegen das abgedichtet werden soll, ist neben dem Druck- und Temperaturbereich einer der Hauptfaktoren, die bei der Wahl des O-Ring-Werkstoffes zu berücksichtigen sind. Eine Qualität, die von Benzin nicht angegriffen wird, kann für einen Getränkeabfüllautomaten ungeeignet sein, weil unter Umständen das Material Geschmack und Geruch beeinträchtigt. Eine Mischung, die sich bestens für Dampf eignet, kann durch Alkohol oder Frostschutzmittel im Kühlsystem eines Fahrzeuges negativ beeinflusst werden. Dies lässt erkennen, dass der O-Ring-Werkstoff im Hinblick auf seine spezifische Anwendung ausgewählt werden muss. Aufgrund der Vielzahl von Forderungen, die der O-Ring erfüllen muss, stellt letztendlich die Auswahl des richtigen Werkstoffes einen optimalen Kompromiss dar. Hierzu bietet Parker-Prädifa O-Ring-Qualitäten an, die fast jedem Einsatz, auch für militärische Anwendungen, gerecht werden.

Basiselastomere

(ab Glattbrugg lieferbar)

Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Nitril (z.B. Parker N 674-70)

Fluor-Karbonkautschuk (FPM, FKM), Viton° (z.B. Parker V 747-75)

Aethylen-Propylen-Kautschuk (EPM, EPDM) (z.B. Parker E 540-80)

HNBR (hydriertes NBR)

PTFE-beschichtete O-Ringe

Silikon (MVQ) (z.B. Parker S 604-70)

Parker Spezialitäten

Konfrontiert mit den täglichen Problemen vieler Anwender mit den existierenden Dichtungsmaterialien Fluorkarbon (FPM) und Perfluorelastomer (FFKM), erkannte Parker Hannifin die Notwendigkeit zur Entwicklung einer neuen Generation von Fluorelastomeren. Die Verwendbarkeit von Fluorkarbon (FPM) kann durch polare Lösungsmittel, beispielsweise Aceton und Methylethylketon (MEK), eingeschränkt werden.

In enger Zusammenarbeit mit einem renommierten Unternehmen der Fluorchemie ist es Parker Hannifin gelungen, ausgehend von Perfluorelastomeren, ein neuartiges Dichtungselastomer zu entwickeln. Der Erfolg beruht auf dem Einbau eines sehr flexiblen Elementes in die Hauptkette des Perfluorelastomer-Polymers. Am Ende entspricht das Ergebnis, die Hifluor Produktfamilie, nicht der “FFKM” Definition der USA-Norm ASTM D1418. Die ausgezeichnete chemische Beständigkeit, verbunden mit hervorragenden elastischen Eigenschaften, bietet jedoch wertvolle Anwendungsvorteile.